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Blutgerinnung nach INR
statt nach Quick selbst messen Von
Karl
Heinz Bleß Wenn bei herzkranken
Menschen aus therapeutischen
Gründen das Blut „verdünnt“ wird, die
Gerinnungsfähigkeit also gehemmt wird,
muss das kontrolliert werden. Viele Patienten, die beispielsweise eine
künstliche Herzklappe haben, kontrollieren das selbst und
bestimmen ihren
INR-Wert.
INR steht für International
Normalized Ratio. Einige
Ärzte messen aber noch den so genannten Quick-Wert,
der mit dem INR-Wert des Patienten nicht vergleichbar ist.
Damit die
Gerinnung des Blutes genau in dem gewünschten Maße
herabgesetzt wird, um
einerseits Thrombosen zu verhindern, andererseits unerwünschte
Blutungen zu
vermeiden, muss die Gerinnung regelmäßig kontrolliert
werden. Bis heute bestimmen
viele Labors einen Wert nach einem Verfahren, das der amerikanischen
Arzt
A.J.Quick 1935 entwickelte, und wie es viele Ärzte im Studium auch
gelernt
haben. Der Nachteil des Verfahrens ist, dass die Messwerte sehr ungenau
sind,
weil sie von vielen äußeren Faktoren beeinflusst werden. Seit
einigen Jahren gibt es die so genannten INR-Messwerte. Die
Störfaktoren für die
Bestimmung des Wertes sind viel geringer. Außerdem kann ein
betroffener Patient
diesen Wert mithilfe eines kleinen Gerätes selbst bestimmen,
ähnlich wie es
etwa Diabetiker zur Bestimmung des Blutzuckerwertes auch tun. Ein
Blutstropfen
wird auf einen Teststreifen gebracht und beides in ein kleines
Geräte
geschoben, das etwa die Größe eines modernen Handys hat.
Nach wenigen Sekunden
ist der Wert ablesbar. In der Kirchberg-Klinik, so berichtete die
Referentin,
habe man in den vergangenen elf Jahren sehr gute Erfahrungen damit
gemacht.
In einem
kurzen Vortrag ging Chefarzt
Weitere Informationen direkt bei der Firma Roche Diagnostics,
die diese Geräte herstellt.
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