Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt besuchte die Kirchberg-Klinik

 
Da war die Patientin der Kirchberg-Klinik aber perplex. Gerade kam sie von einer Therapie auf den Flur, da trat eine Dame mit rotgestreifter Jacke und schwarzem Rock auf sie zu, gab ihr die Hand und sagte: „Guten Tag, ich bin Ulla Schmidt, die Gesundheitsministerin. Ich bin hier, um zu sehen, wie es Ihnen geht.“ Und tatsächlich stand da die Bundesgesundheitsministerin vor ihr.

Die Ministerin war am 3. September in der Kirchberg-Klinik, um sich über das Niedersachsen-Modell zu informieren, das sich hier seit sechs Jahren bewährt hat. Keine Wartezeit zwischen Operation und Nachbehandlung; Akutkrankenhaus und Reha-Klinik unter einem Dach, keine Doppeluntersuchungen: das spart Kosten und verkürzt den Klinik-Aufenthalt. Gleichzeitig hat die Kirchberg-Klinik bewiesen, dass darunter keineswegs die Qualität der Pflege leiden muss, denn sie bekam zwei schwer erreichbare Zertifikate für ihr Qualitätsmanagement.

Die Bundesministerin war sehr angetan, ließ sich alles zeigen, sprach mit Patientinnen und Patienten, hörte dem Kurzvortrag von Chefarzt Dr. Ernst Knoglinger interessiert zu und fragte, wie das im Einzelnen organisiert werde. Dabei erfuhr sie, dass die Klinik ihre Pflegekräfte zusätzlich qualifiziert hat. Die Schwestern und Pfleger sind nicht nur für den Reha-Bereich ausgebildet, sondern zusätzlich für die Notfallmedizin und für die Anfordungen eines Akutkrankenhauses. Dadurch sind die Pflegekräfte überaus flexibel.

Knoglinger sagte, dass sich nach seiner Einschätzung dieses Modell auch auf andere Bereiche des Gesundheitswesens  – besonders auch im gesamten Reha-Bereich – übertragen lasse. Sicher müssten für jeden Bereich spezifische Bedingungen beachtet werden. Das Potential, um Kosten einzusparen, sei aber enorm.

Den guten Ruf der Kirchberg-Klinik als „Klinik mit Hotelcharakter“ bestätigten auch die Krankenkassen-Vertreter, die dabei waren. Die Patientinnen und Patienten der Kirchberg-Klinik seien überaus zufriedene Versicherte, berichteten sie übereinstimmend der Ministerin. Mehr als 6.000 Herzpatienten waren bisher in der Kirchberg-Klinik.

Ministerin Schmidt im Gespräch mit Horst Gollée
Grußwort von Bürgermeister Ulrich Helmboldt (l.)
Die Ministerin spricht mit Patienten
Die Ministerin in der Ergotherapie
Die Ministerin umrahmt von Chefarzt Dr. Knoglinger, Landrat Reuter und Familie Gollée

 

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