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Herzinfarkte nach Wechsel zur Sommerzeit
DAK-Daten
und Studie belegen steigendes Risiko nach Zeitumstellung
Wenn
am 29. März die Uhren wieder um eine Stunde vor - auf Sommerzeit -
umgestellt werden, schlägt das aufs Herz. Eine
schwedische Studie*
belegt: In den drei Tagen nach der Zeitumstellung, steigt das Risiko
einen Herzinfarkt zu erleiden signifikant.
Krankenhaus-Daten
der Deutscehn Angestellten Krankenkasse (DAK) stützen diese
Ergebnisse. „Unsere Daten zeigen, dass an den drei
Tagen nach der verkürzten Nacht, 25 Prozent mehr Menschen wegen
eines
Herzinfarktes ins Krankenhaus eingeliefert werden als im
Jahresdurchschnitt“, sagt der DAK-Experte Jörg Petersen.
Verglichen wurden bei der DAK die letzten drei Jahre. So gab es in
2006, 2007 und 2008 im Schnitt jeweils 55 Krankenhauseinweisungen wegen
Herzinfarkte in den drei Tagen nach der Zeitumstellung zur Sommerzeit.
Sonst sind es bei der DAK durchschnittlich 44 Einweisungen pro Tag. „Es
kann immer mal Abweichungen vom Durchschnitt geben“, erklärt
Petersen.
„Die Häufung in allen drei Jahren ist aber auffällig.“
DAK-Ärztin
Dr. Waltraud Pfarrer vermutet als Ursache unter anderem
Schlafmangel und die Änderung des Biorhythmus. Die DAK-Ärztin
hat
deshalb ein paar Tipps für einen gesunden Wechsel auf die
Sommerzeit
zusammengestellt:
- Bereits ein paar Tage vor der Zeitumstellung
immer etwas früher zu
Bett gehen und auch die Mahlzeiten früher als gewohnt einnehmen.
Denn
der Körper ändert seinen Rhythmus nicht von einem Tag auf den
anderen.
- An den ersten Tagen nach der Umstellung abends
möglichst leicht
essen, üppige Mahlzeiten auf die Mittagszeit verschieben. Und:
Keine
aufputschenden Getränke wie Kaffee vor dem Schlafengehen trinken.
- Wer abends unter Einschlafproblemen leidet,
sollte Dragees oder
Kräutertees mit Baldrian, Hopfen, Johanniskraut
und Melisse
ausprobieren. Auch autogenes Training hilft. Schlafmittel nur nach
Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.
- Wen tagsüber die Müdigkeit plagt,
der legt am besten eine kurze Pause ein. Optimal: Ein kurzer Rundgang
an der frischen Luft.
Am Sonntag, 29. März 2009, wird die Uhr um
2:00 Uhr auf 3:00 Uhr
eine Stunde vorgestellt. Dabei findet der Wechsel von der Winterzeit
(Normalzeit) in die Sommerzeit statt. Die Nacht ist dann eine Stunde
kürzer.
* Grundlage der Forscher aus
Stockholm ist ein schwedisches
Register, in dem seit 1987 landesweit alle Daten zu Infarkten gesammelt
werden (NEJM 359, 2008, 1966).
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